Medien Verlage

Schweizer Literaturgesellschaft erwirkt Gegendarstellung gegen den «Beobachter»

Die Schweizer Literaturgesellschaft hat – eine Seltenheit in der heutigen Medienlandschaft – eine Gegendarstellung gegen einen Bericht im «Beobachter» erwirkt.

Trotz renommierter Anwaltskanzlei gelang es dem mächtigen Ringier Axel Springer-Konzern nicht, auch nur eine einzige der mehr als ein Dutzend Behauptungen zu belegen.

Anhand eines Einzelfalles einer Autorin wollte man den Verlag für Neuautoren aus der Zentralschweiz als unseriös darstellen. Und scheute auch nicht vor einem Urheberrechtsverstoß zurück. In der Schweizer Literaturgesellschaft haben mehrere Anwälte, ein ehemaliger Richter und der ehemalige FedPol-Chef veröffentlicht. Eines der Bücher entstand unter Mitwirkung von Alt Bundesrat Villiger.

Die Motive im Spiel «Großer Verlag gegen kleiner Verlag» sind nicht ganz durchschaubar. Denn das Modell des Selbst-Veröffentlichens («Self-Publishing») ist weder neu noch eine «Abzocke», wie es der Beobachter schreibt; mehr als 80% aller Bücher erscheinen heute im Self-Publishing. 

Dass der Beobachter dies nicht wahrhaben will, liegt entweder an mangelndem Facheinblick in die Buchbranche oder an dem Zwang, wöchentlich neue Skandale präsentieren zu müssen. Oder an beidem. 

Die ganze Stellungnahme zum Fall lesen Sie hier.

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